Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen in Kempten im Allgäu
Ratgeber

Hausgeld bei der Eigentumswohnung im Allgäu – was Eigentümer wissen müssen

Das Hausgeld ist die monatliche Zahlung, die Sie als Eigentümer einer Eigentumswohnung an die Hausverwaltung leisten. Es deckt die laufenden Kosten der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) und die Instandhaltungsrücklage für Ihr Gebäude. Gerade beim Kauf oder Verkauf einer Eigentumswohnung in Kempten oder im Allgäu stellt sich schnell die Frage, wie hoch das Hausgeld ausfallen darf und was es genau umfasst. Viele Käufer unterschätzen diese Position bei der Finanzierungsplanung, viele Verkäufer wissen nicht, wie sie ihr Hausgeld gegenüber Interessenten transparent darstellen. Dieser Beitrag erklärt, was im Hausgeld enthalten ist, wie es berechnet wird und worauf Sie als Eigentümer im Allgäu besonders achten sollten.

Das Wichtigste zusammengefasst:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Hausgeld deckt Betriebskosten, Verwaltung und Instandhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft.
  • Die Höhe wird im Wirtschaftsplan der WEG festgelegt und jährlich abgerechnet.
  • Ein Teil des Hausgelds ist nicht umlagefähig und zählt bei Vermietung nicht zu den Nebenkosten.
  • In Kempten und im Allgäu variiert das Hausgeld stark je nach Baujahr, Aufzug und Heizungsart.
  • Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick in die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist das Hausgeld?

Das Hausgeld ist der monatliche Betrag, den Sie als Wohnungseigentümer an die Hausverwaltung zahlen. Es setzt sich aus den Betriebskosten der Immobilie und der Zuführung zur Instandhaltungsrücklage zusammen. Rechtsgrundlage ist das Wohnungseigentumsgesetz (WEG), konkret der von der Eigentümerversammlung beschlossene Wirtschaftsplan. Die Höhe richtet sich nach Ihrem Miteigentumsanteil an der Gesamtanlage – je größer die Wohnung im Verhältnis zum Gebäude, desto höher in der Regel der eigene Kostenanteil.

Was beinhaltet das Hausgeld?

Zum Hausgeld zählen unter anderem Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Hausmeister, Gebäudeversicherung, Aufzugswartung und Verwaltungskosten. Hinzu kommt die Instandhaltungsrücklage, aus der größere Reparaturen wie ein neues Dach, eine Fassadensanierung oder ein Aufzugsaustausch finanziert werden. Bei Eigentumswohnungen in Kempten mit Aufzug oder Tiefgarage liegt das Hausgeld spürbar über dem Durchschnitt vergleichbarer Objekte ohne diese Ausstattung – häufig um 50 bis 100 Euro monatlich höher. Ein zu niedrig angesetztes Hausgeld ist dabei kein Vorteil, sondern oft ein Warnsignal für eine unterdotierte Rücklage.

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Wie wird das Hausgeld berechnet?

Die Verwaltung erstellt jährlich einen Wirtschaftsplan, der die voraussichtlichen Kosten auf alle Eigentümer nach Miteigentumsanteilen verteilt. Am Jahresende folgt die Hausgeldabrechnung, die die tatsächlichen Kosten den geleisteten Zahlungen gegenüberstellt. Ergibt sich eine Nachzahlung oder Gutschrift, wird diese mit dem nächsten Hausgeld verrechnet. Die Abrechnung muss dabei klar zwischen umlagefähigen und nicht umlagefähigen Positionen unterscheiden – eine Unterscheidung, die viele Eigentümer erst beim Verkauf oder bei der Vermietung wirklich nachvollziehen.

Typische Fehler, die viele Eigentümer übersehen

Ein häufiger Fehler ist, das Hausgeld pauschal mit den umlagefähigen Nebenkosten gleichzusetzen. Die Instandhaltungsrücklage darf bei Vermietung nicht auf den Mieter umgelegt werden und mindert damit direkt die Rendite. Auch Verwaltungskosten zählen nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten. Wer eine Eigentumswohnung im Allgäu kauft, sollte deshalb genau prüfen, welcher Anteil des Hausgelds tatsächlich umlagefähig ist, bevor er die Rendite kalkuliert. Ein zweiter, oft unterschätzter Punkt: Rückstände früherer Eigentümer gehen beim Kauf nicht automatisch auf Sie über, sollten aber vor Vertragsabschluss dokumentiert sein.

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Von der Spekulationssteuer beim Hausverkauf über den Umgang mit einer geerbten Immobilie bis zur Frage, ob ein Verkauf ganz ohne Makler überhaupt sinnvoll ist: Unsere Ratgeber beantworten die Fragen, die im Verkaufs- oder Kaufprozess wirklich auftreten. Fundiert recherchiert, verständlich erklärt und speziell auf das Allgäu zugeschnitten.

Was gilt speziell im Allgäu?

In Kempten, Sonthofen und weiteren Allgäuer Gemeinden ist das Hausgeld in den vergangenen Jahren durch gestiegene Energie- und Handwerkerkosten spürbar gestiegen. Besonders bei älteren Mehrfamilienhäusern in Kempten mit anstehender energetischer Sanierung lohnt sich ein Blick auf die Höhe der Instandhaltungsrücklage, bevor Sie kaufen oder verkaufen. Faustregel für eine gesunde Rücklage: mindestens 0,80 bis 1 Euro pro Quadratmeter und Monat, bei älteren Gebäuden im Allgäu mit anstehender Sanierung oft mehr.

Was bedeutet das für Käufer und Verkäufer?

Als Käufer sollten Sie das Hausgeld immer zusätzlich zur Finanzierungsrate einplanen und die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung einsehen. Als Verkäufer schaffen Sie mit einer transparenten Hausgeldabrechnung Vertrauen bei Interessenten und verkürzen die Verkaufsdauer. Das Team von marker.tschugg Immobilien begleitet Eigentümer im Allgäu bei genau dieser Einschätzung, mit einer durchschnittlichen Verkaufsdauer von 3 Monaten und einer Verkaufsquote von 100 Prozent.

Planen Sie den Verkauf Ihrer Eigentumswohnung in Kempten oder im Allgäu? Das Team von marker.tschugg Immobilien prüft mit Ihnen gemeinsam, wie sich das Hausgeld auf den Verkaufspreis auswirkt, kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie an unter 0831 52377238.

Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellen keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung dar und ersetzen nicht die individuelle Beratung durch einen Rechtsanwalt, Notar oder Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen beim Wohnungsverkauf im Allgäu.

Ist das Hausgeld dasselbe wie die Nebenkosten?

Nein. Das Hausgeld umfasst zusätzlich die nicht umlagefähige Instandhaltungsrücklage und die Verwaltungskosten, die bei einer Vermietung nicht auf den Mieter umgelegt werden dürfen.

Wer legt die Höhe des Hausgelds fest?

Die Eigentümerversammlung beschließt jährlich den Wirtschaftsplan, aus dem sich die Höhe des Hausgelds für jeden Eigentümer nach Miteigentumsanteilen ergibt.

Kann das Hausgeld steigen?

Ja. Steigen Energiekosten, Versicherungsbeiträge oder anstehende Sanierungen, passt die Eigentümerversammlung den Wirtschaftsplan und damit das Hausgeld entsprechend an.

Wie hoch ist ein übliches Hausgeld in Kempten?

Das hängt stark von Baujahr, Aufzug und Heizungsart ab. Bei Eigentumswohnungen in Kempten mit Aufzug und Tiefgarage liegt das Hausgeld meist deutlich über dem Wert einfacher Altbauwohnungen ohne diese Ausstattung.

Worauf sollte ich beim Wohnungskauf in Bezug auf das Hausgeld achten?

Prüfen Sie die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung und die Höhe der Instandhaltungsrücklage. So erkennen Sie frühzeitig, ob größere Sanierungen und damit steigende Hausgeldzahlungen bevorstehen.

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf Sie!

Egal ob Kauf, Verkauf oder eine erste Einschätzung Ihrer Immobilie: Schreiben Sie uns, rufen Sie an oder vereinbaren Sie direkt ein unverbindliches Erstgespräch. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.

rico marker geschäftsführer marker.tschugg immobilien

Rico Marker
Geschäftsführer marker.tschugg Immobilien

Kaufbeurer Str. 8, 87437 Kempten (Allgäu)